Packtisch mit Kartons, Etikettendrucker und Laptop

Zwei Shops können äußerlich identisch aussehen und trotzdem grundverschieden sein. Der Unterschied liegt nicht im Design, sondern darin, wer die Daten pflegt.

Der Shop, der Arbeit macht

Produkte werden im Shop angelegt und zusätzlich in der Warenwirtschaft. Bestände werden abends abgeglichen — meistens. Bestellungen werden ausgedruckt, im Versandprogramm neu erfasst und in der Buchhaltung ein drittes Mal. Bei zehn Bestellungen am Tag geht das. Bei fünfzig nicht mehr.

Onlineshop mit angebundener Warenwirtschaft im Versandbereich

Der Shop, der Arbeit abnimmt

Dieselbe Oberfläche, aber verbunden:

  • Artikelstammdaten kommen aus der Warenwirtschaft, inklusive Preisen, Staffeln und EAN.
  • Bestände synchronisieren sich automatisch, in beide Richtungen.
  • Bestellungen landen ohne Abtippen im ERP; Versandetiketten und Sendungsnummern laufen zurück in den Shop.
  • Belege gehen strukturiert an die Buchhaltung, Zahlungen werden automatisch zugeordnet.
  • Lieferzeiten und Versandklassen stehen an einer Stelle statt an dreien.

Genau diese Kette ist der Grund, warum ein solches Vorhaben förderrechtlich anders bewertet wird als ein Webauftritt: Es verändert betriebliche Abläufe und verbindet Systeme — das, was Richtlinien als Prozessdigitalisierung beschreiben. Ausgeschlossen bleibt daneben die Standard-Webseite.

Zur Klarstellung: Die Einordnung trifft die Bewilligungsstelle, nicht der Dienstleister. Für Brandenburg ist das die ILB, die Vorabberatung übernimmt die WFBB. Ich liefere die technische Beschreibung und die Kalkulation — den Antrag stellen Sie.

Was ich in solchen Projekten mache

  • WooCommerce als Basis, sauber und aktuell gehalten
  • Schnittstellen zu Warenwirtschaft, ERP und Versanddienstleistern
  • Datev-taugliche Exporte und Zahlungsabgleich
  • Germanized-konforme Pflichtangaben, EAN/GTIN, Lieferzeiten, Versandklassen
  • Migration bestehender Produktdaten inklusive Bildern und Varianten

Mehr dazu unter WordPress- & WooCommerce-Entwicklung und Onlineshop mit WooCommerce.

Woran Sie erkennen, ob sich das lohnt

  1. Wie viele Minuten kostet eine Bestellung heute vom Eingang bis zum Versandlabel?
  2. Wie oft im Monat wird etwas verkauft, das nicht mehr auf Lager ist?
  3. Wie viele Systeme kennen denselben Artikel — und welches hat recht?

Rechnen Sie das in Stunden um. Diese Zahl ist gleichzeitig Ihre Wirtschaftlichkeitsrechnung und, falls es zu einem Antrag kommt, die Nutzenbeschreibung darin.

Mein Fazit

Ein Shop ist keine Webseite mit Warenkorb, sondern die Oberfläche eines Prozesses. Wer ihn so plant, spart doppelt: an Arbeitszeit und an späteren Umbauten.

Quelle zur förderrechtlichen Einordnung: Richtlinie BIG-Digital, Nummern 2.1.2 und 5.5 (bravors.brandenburg.de). Stand: 18.08.2026. Keine Rechts- oder Fördermittelberatung.